Hitzeschutz für ältere und pflegebedürftige Menschen

Wenn die Temperaturen auf über 30 Grad steigen, wird Hitze für ältere Menschen zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko. In unserem Ratgeber erfahren Senioren, welchen Risiken sie ausgesetzt sind und wie sie sich schützen können. Auch Angehörige, Nachbarn und Bekannte erhalten hier wertvolle Informationen darüber, wie sie ältere und pflegebedürftige Menschen bei extremer Hitze unterstützen können.

Auf einen Blick: Die wichtigsten Tipps für Senioren bei Hitze #

  1. Wohnung kühl halten: morgens/nachts lüften, tagsüber Fenster und Rollos schließen
  2. Regelmäßig trinken, bei Bedarf stündlichen Erinnerungswecker stellen
  3. Leichte Kost: kleine Mahlzeiten, Obst und Gemüse mit hohem Wassergehalt
  4. Körper aktiv kühlen: feuchte Tücher, Arm- und Fußbäder, Erfrischungssprays nutzen
  5. Aktivitäten in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen und Anstrengung bei Hitze vermeiden
  6. Kleidung und Bettwäsche an die Temperaturen anpassen
  7. Direkte Sonne vermeiden, draußen nur im Schatten aufhalten, Sonnencreme verwenden und Sonnenhut tragen
  8. Medikamente prüfen (Einnahme und Lagerung)
  9. Lebensmittel kühl lagern und zügig verbrauchen
  10. Bettlägerige Personen regelmäßig umlagern (Dekubitus-Prävention)

Warum sind Maßnahmen zum Hitzeschutz für ältere und pflegebedürftige Menschen besonders wichtig? #

Für Menschen ab 65 Jahren stellen hohe Temperaturen ein echtes Gesundheitsrisiko dar (Hitzeerschöpfung, Hitzschlag). Besonders alleine lebende ältere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, ungünstiger Wohnsituation und bestimmten Vorerkrankungen sind bei extremer Hitze besonders gefährdet. 

Die im Alter eingeschränkte Fähigkeit des Körpers zur Wärmeregulierung und ein reduziertes Durstempfinden können zu einem Flüssigkeitsmangel im Körper führen, was im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden kann.

Der Körper älterer Menschen reagiert auf extreme Temperaturen anders als der eines jungen, gesunden Erwachsenen:

  • Eingeschränkte Wärmeregulierung: Mit steigendem Lebensalter schwitzt der Körper weniger. Schwitzen ist jedoch wichtig, da sich der Körper so abkühlt.
  • Leichtere Dehydration im Alter: Der Wasseranteil im Körper nimmt im Alter ab, auch die Nierenleistung wird schwächer, wodurch mehr Flüssigkeit verloren geht. Auch das Durstgefühl nimmt im Alter oftmals eher ab, weshalb dann das Trinken vernachlässigt wird. Senioren bemerken einen Flüssigkeitsmangel oft erst, wenn der Körper bereits deutlich dehydriert ist.
  • Vorerkrankungen: Viele ältere Menschen sind noch sehr fit. Doch gerade das Herz-Kreislauf-System wird im Alter oft schwächer, was ein Risikofaktor bei Hitze ist. Nicht nur die Erkrankungen selbst, auch Medikamente können zusätzliche Risiken bei extremer Hitze mit sich bringen. Es empfiehlt sich ggf. mit dem behandelnden Arzt über den Medikamentenplan zu sprechen, wenn eine Hitzewelle erwartet wird. Eventuell müssen Anpassungen vorgenommen werden.
  • Leben ältere Menschen zudem in einer Dachgeschosswohnung oder einer Wohnung ohne ausreichende Beschattung, ist dies insbesondere für alleinlebende, mobilitätseingeschränkte Senioren ein zusätzliches Risiko.

Die Folgen von extremer Hitze für ältere Menschen können lebensbedrohlich werden: Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufversagen, erhöhtes Sturzrisiko – bis hin zur Hitzeerschöpfung oder einem Hitzschlag. Daher sollten wir gut auf unsere älteren Nachbarn, Bekannten und Familienmitglieder achten, wenn es jetzt im Sommer wieder heiß wird draußen.

In diesem Video des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit erfahren Sie in Kürze, warum uns die Hitze im Alter mehr zu schaffen macht.

Die Top-6-Empfehlungen bei Hitze von Pflegedienstleitung Katja #

Katja Cariati, Pflegedienstleiterin bei Elder Aid, hat viele Jahre Erfahrung in der Pflege gesammelt und weiß, worauf zu achten ist, wenn die Temperaturen draußen steigen. Ihre sechs wichtigsten Empfehlungen:

Empfehlung 1: Ausreichend und regelmäßig trinken #

„Das, was am einfachsten klingt, wird leider häufig vernachlässigt. Ältere Menschen haben nicht mehr so ein ausgeprägtes Durstgefühl. Gerade bei Hitze ist es jedoch wichtig, auch ohne Durst regelmäßig zu trinken. Dafür lohnt es sich, sich einen Wecker zu stellen, sodass man jede Stunde daran erinnert wird“, erklärt Katja.

Beim Thema Trinken während einer Hitzewelle gilt:

  • Regelmäßig, über den Tag verteilt
  • Bei extremer Hitze, sollte die Trinkmenge erhöht werden
  • Bei älteren Menschen ist das Durstgefühl oft eingeschränkt
  • Alkohol oder stark gezuckerte Getränke vermeiden
  • Trinken Sie natriumreiches Mineralwasser

Eine pauschale Empfehlung zur Trinkmenge abzugeben, ist schwierig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt jedoch eine einfache Faustregel vor: Bei Hitze sollte man tagsüber alle ein bis zwei Stunden ein Glas Wasser (0,2 Liter) trinken, auch wenn man noch nicht durstig ist. Zusätzlich können wasserreiche Speisen wie Suppen, Salate, Obst und Joghurt zu sich genommen werden. Außerdem sollte auf den Elektrolyt- und Natriumhaushalt geachtet werden. Hierfür kann zur Vorbeugung natriumreiches Mineralwasser getrunken werden. Zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel sowie Kaffee sollten gemieden und auf Alkohol möglichst komplett verzichtet werden.

Bei Vorerkrankungen wichtig: Trinken ist wichtig – aber angepasst an die individuelle gesundheitliche Situation! Mehr ist nicht immer besser, denn auch eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme kann bei Vorerkrankungen problematisch sein. Wer an Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Nierenerkrankungen leidet, sollte die individuelle Trinkmenge unbedingt mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Praktischer Tipp: Gleich morgens eine Karaffe füllen mit Leitungswasser, natriumreichem Mineralwasser, abgekühltem Tee (Pfefferminztee hat bspw. einen kühlenden Effekt) oder einer Saftschorle (1:3) und gut sichtbar bereitstellen. 

Es hilft, sich einen Wecker zu stellen, um sich mindestens jede Stunde daran zu erinnern, ein Glas zu trinken. 

Tipp 2: Leichte Kost – Essen anpassen bei Hitze #

Bei Hitze hat man meistens ohnehin nicht so großen Hunger, die Mahlzeiten sollten tagsüber auch eher leicht sein. Zu schwere, fettige Mahlzeiten belasten den Körper zusätzlich und sollten gemieden werden. Besonders geeignet sind wasserreiche Obst- und Gemüsesorten wie Gurken, Tomaten, Paprika, Melonen, Pfirsiche, Beeren, aber auch warme Fleisch- und Gemüsebrühen zur Stabilisierung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts.

Ein paar leichte Rezeptideen für heiße Tage finden Sie auf der Webseite der AOK.

Achtung: Bei Hitze verderben Lebensmittel schneller. Angebrochene Lebensmittel sollten daher kühl gelagert und zügig aufgebraucht werden. Fleisch und Milchprodukte gehören unbedingt in den Kühlschrank.

Tipp 3: Die Wohnung kühl halten #

Nachts und frühmorgens die ganze Wohnung einmal richtig gut durchlüften, dann Fenster möglichst früh schließen und Rollos herunterlassen. Dies verhindert, dass sich die Wohnung weiter aufheizt. 

Tipp 4: Luftige Kleidung und Sonnenschutz #

Bei Hitze ist es wichtig, sich entsprechend zu kleiden. Tragen Sie lockere, luftige Kleidung aus leichten Materialien wie Baumwolle oder Leinen. Außerhalb der Wohnung sollten Sie außerdem immer einen Sonnenhut tragen. Auch beim Schlafen sollten Sie Ihre Nachtkleidung und Bettwäsche an die Außentemperaturen anpassen. Bei extremer Hitze kann auch nur der Bettbezug als Decke genutzt werden.

Vor dem Verlassen des Hauses sollte Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 aufgetragen werden, um Sonnenbrand zu vermeiden.

Hitze und Bettlägerigkeit:

Besonders bettlägerige Menschen können der Hitze nicht ausweichen. Durch starkes Schwitzen wird ihre Haut anfälliger für Druckstellen und Wundliegen (Dekubitus). Wichtige Maßnahmen sind regelmäßige Umlagerung, tägliche Kontrolle der Haut, ausreichender Luftkontakt für die Haut, leichte Bettwäsche und Kleidung. An Hitzetagen sollte Inkontinenzmaterial häufiger gewechselt werden als üblich und eher eine Netzhose mit Einlage verwendet werden, um Wärmestau zu vermeiden.

Tipp 5: Aktivitäten an die Hitze anpassen #

Körperliche Aktivitäten sollten in die kühlen Morgen- und Abendstunden gelegt und die starke Mittagssonne zwischen 11 Uhr und 16 Uhr gemieden werden. Anstrengende Aktivitäten im Freien sollten in die kühleren Zeiten am Vormittag oder in den Abendstunden gelegt werden. Wenn Sie sich im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse aufhalten, sollten Sie direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.

Hitze im Auto: Parkende Autos können sich bei Hitze auf über 60 °C im Innenraum aufheizen – daher niemals im geschlossenen Fahrzeug aufhalten oder jemanden dort zurücklassen. 

Tipp 6: Den Körper auch von außen aktiv kühlen #

Ältere Menschen schwitzen weniger. Schwitzen ist jedoch wichtig, denn damit kühlt sich der Körper ab. Um den Körper von außen zu kühlen, haben wir folgende Tipps:

  1. Lauwarm abduschen, ist besser als eiskalt. Bei kaltem Wasser verengen sich die Blutgefäße, der Organismus beginnt, Wärme zu erzeugen, und man schwitzt nach einer ersten kurzen Abkühlung umso mehr. Für Senioren ist eine lauwarme Dusche bei Hitze generell besser, denn der plötzliche Kälteschock durch eine kalte Dusche regt das Herz-Kreislauf-System sehr stark an.
  2. Kühlende Arm- und Fußbäder: Füße in einem mit lauwarmem Wasser gefüllten Eimer abkühlen. Hände und Unterarme in einem mit Wasser gefüllten Waschbecken für 1-2 Minuten kühlen oder die Hände und Unterarme für ein paar Sekunden unter fließendes, kühles Wasser halten.
  3. Feuchte Tücher, Waschlappen oder Kühlpads verwenden und damit Nacken, Gesicht, Arme und Beine abkühlen.
  4. Erfrischungssprays: Sprühflaschen mit kaltem Wasser füllen, um das Gesicht und den Körper zwischendurch zu besprühen. Das Spray kann auch in den Kühlschrank gestellt werden. Sehr angenehm kühlend wirken z.B. Rosenwasser- oder Aloe-Vera-Erfrischungssprays.

Bei bettlägerigen Menschen sollte regelmäßig – mindestens alle zwei Stunden – die Körpertemperatur überprüft und der Körper mit nassen Tüchern abgetupft werden (keine nassen Wickel! Diese werden schnell viel zu warm).

Hausnotrufsysteme für den Notfall

Mit einem Hausnotrufsystem kann im Notfall per Knopfdruck schnell Hilfe gerufen werden. Der Hausnotruf-Knopf ist ein mobiler Sender, den man als Armband oder Halskette am Körper tragen kann. Für Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 bezuschusst die Pflegekasse den Hausnotruf mit bis zu 27 Euro pro Monat. Damit sind die Kosten für die Basistarife meist abgedeckt, sodass keine Zuzahlung mehr nötig ist. Große Wohlfahrtsorganisationen wie das Rote Kreuz oder die Malteser bieten einen Hausnotruf an.

Hitze: Diese Vorbereitungen können Sie vorab treffen #

  • Überprüfen Sie die Verdunkelungsmöglichkeiten: Gibt es Jalousien, Rollläden oder Rollos und funktionieren sie? Denken Sie gegebenenfalls über den Einbau einer Klimaanlage nach, denn gerade in Dachgeschosswohnungen kann die Hitze für ältere Menschen sehr gefährlich werden.
  • Medikamenteneinnahme: Bestimmte Arzneimittel können das Gesundheitsrisiko bei Hitze erheblich steigern. Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt beraten, ob Sie bei der verordneten Medikation etwas bedenken oder sie anpassen müssen, wenn es besonders heiß wird. Keinesfalls Medikamente eigenmächtig absetzen oder die Dosis verändern.
  • Medikamente lagern: Lesen Sie im Beipackzettel nach oder lassen Sie sich in der Apotheke beraten, wie Sie Ihre Medikamente richtig aufbewahren sollten und welche Medikamente besonders hitzeempfindlich sind.
  • Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt aktuelle Hitzewarnungen heraus. Auch als Smartphone-App

Heiße Tage und Einkaufen – eine anstrengende Kombination, besonders für Senioren. Informieren Sie sich über Möglichkeiten der Essens- und Lebensmittellieferung. In größeren Städten bieten Einzelhandelsketten mittlerweile auch Lieferservice für Lebensmittel an.

Die Alltagshelfer vom Pflegedienst Elder Aid unterstützen Sie gerne und gehen für Sie einkaufen. Die Kosten können von Ihrer Pflege- oder Krankenkasse übernommen werden.

Warnsignale: Hitzeerschöpfung und Hitzschlag #

Bei Symptomen einer Hitzeerschöpfung oder eines Hitzeschlags sollte sofort der Notruf (112) gewählt werden. Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall, es besteht Lebensgefahr! Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sollte die Person mit nassen Tüchern gekühlt werden, an Kopf, Armen, Beinen, Nacken. Achtung: Keine kalte Dusche, da diese den Kreislauf extrem belastet! Bei Bewusstsein sollte Flüssigkeit zugeführt werden.

Symptome einer Hitze-Erschöpung: #

  • Niedriger Blutdruck
  • Schneller Puls
  • Körpertemperatur über 38 °C
  • Verwirrtheit
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Muskelzittern
  • Unruhe
  • Blässe, trockene Haut
  • Kopfschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Harnverhalt/Verstopfung

Symptome eines Hitzeschlags (Lebensgefahr!): #

  • Hochroter Kopf
  • Fieber
  • Bewusstseinstrübung
  • Unstillbares Erbrechen
  • Bewusstlosigkeit
  • Krampfanfall
  • Kreislaufzusammenbruch

Symptome eines Sonnenstichs: #

  • Hochroter Kopf
  • Nackenschmerzen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Kreislaufprobleme
  • Bewusstlosigkeit
  • Unruhe

Das DRK empfiehlt bei einem Sonnenstich, den Oberkörper erhöht zu lagern und den Kopf mit nassen Tüchern zu kühlen. Bewusstsein, Atmung und Lebenszeichen sollten wiederholt kontrolliert werden. Wenn die betroffene Person bei Bewusstsein ist, sollte ihr Flüssigkeit zugeführt und im akuten Notfall der Notruf 112 getätigt werden.
 

Pflegende Angehörige: Checkliste für Hitzetage #

Hitze kann für ältere Menschen, die allein leben und dazu noch mobilitätseingeschränkt sind, gefährlich werden. Überlegen Sie, wer in Ihrem Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft vielleicht Hilfe gebrauchen könnte.
Checkliste für Angehörige und Nachbarn:

  • Mindestens einmal täglich nach dem Befinden fragen – persönlich, telefonisch oder per Nachricht
  • Prüfen: Hat die Person ausreichend getrunken? Wie warm ist es in der Wohnung? Werden Medikamente kühl gelagert?
  • Bei Bedarf Einkäufe übernehmen, Getränke vorrätig halten, beim Kochen helfen
  • Jalousien und Rollos auf der Sonnenseite frühzeitig schließen
  • Schattenplätze auf Balkon oder Terrasse einrichten (Markise, Sonnenschirm)

Unterstützung im Alltag in Anspruch nehmen #

Die Herausforderungen für pflegende Angehörige sind groß: Oft müssen sie die eigene Familie, den Beruf und die Versorgung pflegebedürftiger Familienmitglieder unter einen Hut bringen. An heißen Tagen ist es besonders wichtig, nach Senioren und pflegebedürftigen Personen zu schauen und Unterstützung anzubieten. Für pflegende Angehörige sind Hitzewellen eine zusätzliche Herausforderung, denn sie erfordern an heißen Tagen oft einen mehrmaligen Besuch. Lassen Sie sich bei der Pflege Ihrer Angehörigen unterstützen! Als ambulanter Pflegedienst in der Region Stuttgart, Tübingen, Reutlingen, Ludwigsburg, Böblingen und im Rems-Murr-Kreis kennen wir die Herausforderungen, die Hitze für ältere und pflegebedürftige Menschen mit sich bringt. Unsere Alltagshelfer kommen bei Ihnen zu Hause vorbei und schauen nach Ihnen oder Ihren Angehörigen! Wir nehmen uns pro Besuch mindestens zwei Stunden Zeit und bieten etwa stundenweise Seniorenbetreuung, Haushaltshilfe, gehen für Sie einkaufen, kochen frische Mahlzeiten, unterstützen bei der Grundpflege und leisten Gesellschaft. Ganz nach individuellem Bedarf. Die Kosten können von Ihrer Kranken- oder Pflegekasse ganz oder teilweise übernommen werden.

Sie benötigen Unterstützung im Alltag für sich oder ein Familienmitglied? Als ambulanter Pflegedienst konzentrieren wir uns auf Alltagshilfe und nehmen uns ausreichend Zeit – mind. 2 Stunden pro Besuch. Wir stehen Ihnen jederzeit gerne für weiterführende Informationen zur Verfügung: 0711 - 25 25 94 53

FAQs - Häufige gestellte Fragen #

Warum sind ältere Menschen bei Hitze besonders gefährdet? #

Im Alter schwitzt der Körper weniger, das Durstgefühl nimmt ab und die körpereigenen Mechanismen zur Temperaturregulation verringern sich. Hinzu kommen häufig auch Vorerkrankungen sowie die Einnahme von Medikamenten, welche die Hitzetoleranz zusätzlich senken.

Wie viel sollten Senioren bei Hitze trinken? #

Eine pauschale Empfehlung kann nicht gegeben werden. Generell gilt jedoch, die Trinkmenge bei Hitze zu erhöhen und sie gleichmäßig über den Tag zu verteilen. Als Faustregel gilt: Alle ein bis zwei Stunden ein Glas (0,2 l) trinken. Ausgenommen sind Personen mit Vorerkrankungen wie bspw. einer Niereninsuffizienz, bei denen die Trinkmenge genau geregelt sein muss. Dann sollte die individuelle Trinkmenge mit dem Arzt abgestimmt werden.

Welche Auswirkungen kann Hitze auf den Körper haben? #

Hitze kann sich auf verschiedene Weise auf den Körper auswirken. Dazu gehören ein erhöhter Flüssigkeitsverlust durch starkes Schwitzen, eine erhöhte Belastung des Herz-Kreislauf-Systems und ein erhöhtes Risiko für Dehydrierung oder Hitzschlag. Darüber hinaus können hohe Temperaturen zu Erschöpfung, Schlafstörungen, Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten führen.

Was können Angehörige tun, um Senioren bei Hitze zu unterstützen? #

  • Täglich (ggf. mehrfach) Kontakt aufnehmen und nach dem Befinden fragen.
  • Unterstützung beim Einkauf von Getränken und Lebensmitteln anbieten.
  • Die Wohnung abdunkeln und dafür sorgen, dass es darin angenehm kühl bleibt.
  • Prüfung der Medikamentenlagerung.

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